Monumente


Maruhubi Palace Ruins

Die Ruinen des Maruhubi-Palastes sind nur 4 Kilometer nördlich von Sansibar-Stadt gelegen, gerade einmal ein paar Schritte vom Strand weg. Der Palast ist nach dem ehemaligen Besitzer, einem Araber des Al-Maruhubi-Stammes benannt. Der Palast wurde von Sultan Barghash, dem dritten arabischen Sultan von Sansibar in den Jahren 1880 bis 1882 erbaut. Sultan Barghash verwendete den Palast um seine Frau und seine bis zu 100 Konkubinen unterzubringen, während er selbst in einem separaten Palast in Sansibar-Stadt wohnte. Der Maruhubi-Palast wurde im Jahre 1899 durch ein Feuer zerstört und nur noch wenige Überreste verblieben, einschließlich großer steinerner Säulen die einst einen großen hölzernen Balkon trugen der die obere Etage umfasste.

In dem alten Badehaus im persischen Stil können die getrennten Baderäume für Frauen und des Sultans eigener großer Baderaum noch besichtigt werden. Die Umgebung ist übersät mit schattenspendenden Bäumen, großen Grasflächen und dem ursprünglichen Wasserreservoir das nun mit Wasserlilien und großen Mangobäumen (die einst aus Indien importiert wurden) überwachsen. Beim Ansehen ist es nicht schwer sich einen magischen Garten vorzustellen in dem die königliche Elite seine Gäste unterhalten würde.

St. Joseph Cathedral

Es ist ein wichtiges historisches Gebäude das sich in der Baghani-Gegend von Stone Town in Sansibar-Stadt befindet. Sie wurde durch französische Missionare zwischen 1893 und 1898 erbaut und die Pläne wurden durch denselben französischen Architekten gezeichnet der auch die Kathedrale in Marseille entwarf. Die definierenden Merkmale der Kathedrale sind seine Zwillingstürme (ähnlich derer an der Kirche in Marseille). Sie sind hervorstehende Merkmale von Stone Towns Silhouette und aus der Entfernung von der Küste aus leicht zu sehen. Das Kathedraleninnere ist mit Wandgemälden des Alten Testaments bemalt. Die Fliesen und die getönten Glasfenster wurden alle aus Frankreich importiert. Die Kathedrale wird ständig von Stone Towns katholischer Gemeinde benutzt. Jeden Sonntag und gelegentlich an Wochentagen werden mehrere Gottesdienste abgehalten..

Kizimkazi Moschee

Die Kizimkazi Moschee wird für das älteste islamische Gebäude an der ostafrikanischen Küste gehalten und sie ist immer noch in Gebrauch. Sie befindet sich an der südlichen Spitze der Hauptinsel von Sansibar in dem Dorfe Kizimkazi – Dimbani. Entsprechend der Aufzeichnungen, wurde sie im Jahre 1107 unter der Herrschaft von Sheich Said bin Abi Amran Mfaume al Hassan bin Muhammed durch Siedler aus Shiraz (Iran) erbaut. Allerdings erzählt eine andere Inschrift von einem Hauptumbau der Moschee im Jahre 1772-1773.

Obwohl viel der Korallenverzierungen und der Säulen zu der erstmaligen Erbauung im zwölften Jahrhundert zurück datieren, rührt der Hauptteil der heutigen Struktur von dem Umbau im 18. Jahrhundert her. In letzter Zeit wurde die östliche Mauer der Moschee neugestaltet und das Dach der Moschee durch ein Wellblechdach ersetzt. Um die Moschee herum befinden sich einige Gruften aus dem 17. Jahrhundert die mit Säulen verziert wurden. Eine weist auf Sheich Ali bin Omar hin, einem Mann mit einem Arm und einem Bein.

Livingstone House

David Livingstone ist wahrscheinlich der bekannteste von allen europäischen Forschern des 19. Jahrhunderts in Afrika. Viele seiner Reisen begannen und endeten in Sansibar und er wohnte in diesem Haus bevor er zu seiner letzten Reise aufbrach um die Quelle des Nils zu erforschen. Das Haus wurde etwa im Jahre 1860 durch den Sultan Majid erbaut und befindet sich am nordöstlichen Ende von Stone Town. Es wurde von Livingstone und anderen Missionaren und Forschern wie etwa Burton, Speke, Cameron und Stanley als Ausgangspunkt Ihrer Forschungsreisen in das östliche und zentrale Afrika während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verwendet.

Im frühen 20. Jahrhundert wurde das Haus von Mitgliedern der indischen Gemeinde der Insel für einer Anzahl von Gründen verwendet. Im Jahre 1947 wurde es von der Kolonialregierung gekauft und es wurde ein wissenschaftliches Labor zur Erforschung der Gewürznelken-Erkrankung daraus. Nach der Selbstständigkeit und der Revolution wurde es zum Hauptquartier in Sansibar des tansanischen Freundschafts-Touristenbüros und danach zum Hauptbüro der Touristengesellschaft von Sansibar (ZTC). Heutzutage ist dieses alte Gebäude die Hauptgeschäftsstelle von Sansibars Nationalkammer für Handel, Industrie und Landwirtschaft (ZNCCIA).

Kidichi Persian Baths (Persische Bäder)

Die persischen Bäder von Kidchi befinden sich der Hauptplantagengegend der Insel nordöstlich von Stone Town, etwa 4 Kilometer von der Küstenstraße im Landesinneren. Sie wurden im Jahre 1850 von Sultan Said erbaut, der in der Nähe Land besaß. Er und seine zweite Frau Bint Irich Mirza (Schesade oder Sherazade genannt) würden hierher für Jagdausflüge und der Beaufsichtigung der Arbeit auf der Plantage kommen Das Badehaus wurde erbaut damit sie sich nach der Anreise aus der Stadt erfrischen konnten.

Weil Schesade die Enkelin des Schahs von Persien war, wurden die Bäder in der typisch persischen Art der Zeit mit auffallend dekorativer Stuckarbeit und einem unterirdischen Ofen um das Badewasser zu erhitzen erbaut. Unglücklicherweise wurde das Badehaus nicht gut gewartet und Schimmel wuchs auf vielen der Stuckarbeiten. Das Kuppeldach enthält einen Kreis aus kleinen Fenstern die aus getöntem Glas waren und ein schönes Lichtmuster auf die weißen Wände warfen. Heutzutage können Sie das Badehaus betreten und die Umkleideräume, das Badebecken und die Massagetische besichtigen.

Mangapwani Slave Chamber (Sklavenkammer)

Die Mangapwani Sklavenkammer befindet sich etwa 20 Kilometer nördlich von Stone Town. Die Sansibar Slave Chambers wurden etwa 1880 unter Einbezug der Höhlen erbaut und mit der Promenade in 2 km Entfernung verbunden. Es war eine wichtige Transitstrecke für die gefangenen Sklaven die zur Zeit der Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1873, besonders im Mittleren Osten (1880 – 1905), an die Außenwelt verkauft wurden.

Die Sklavenkammer wurde als Platz der Geheimhaltung der menschlichen Fracht vor deren Verschiffung verwendet. Die Sklavenkammer ist eine viereckige unterirdische Zelle die aus dem korallenhaltigen Fels herausgemeißelt wurde, mit einem Dach darüber. Die Gegend wird umgeben von Arten heimischer Bäume wie Brotfrucht, Rambotan und duftenden Sträuchern. Die Kammer wurde ursprünglich von Mohammed Bin Nassor Al-Alwi, einem wohlhabenden Sklavenhändler, gebaut um seine Sklaven lagern. Boote von Bagamoyo auf dem tansanischen Festland würden ihre menschliche Fracht auf einem abgelegenen Strand, durch hervorstehende Korallenfelsen von dem Mangapwani Hauptstrand getrennt ist, abladen. Der Schmutzpfad vom Strand zu der Sklavenkammer existiert noch heute.